Antirassismus

Der Schock von Hanau und Halle sitzt tief, vor allem bei Menschen, die selbst Rassismus erfahren. Allein Äußerlichkeiten oder die Herkunft sind immer noch Grund dafür in diesem Land, um das eigene Leben fürchten zu müssen. Das dürfen wir als LINKE auf keinen Fall zulassen und müssen uns entschlossen dagegenstellen!

Antirassistische Politik betrifft alle Lebensbereiche. Sie beginnt damit, dass wir Projekte gegen Rechts und Opferberatungsstellen, sowie Projekte von migrantischen Communities stärker fördern und beinhaltet auch, dass wir strukturellen Rassismus konsequent abbauen.

Rechtsradikale Netzwerke reichen oft bis in Behörden und Institutionen hinein, wie bei der Polizei und Bundeswehr, und gefährden das Leben von migrantisierten Menschen. Diese Strukturen müssen aufgebrochen werden. Das Landesantidiskriminierungsgesetz und die unabhängige Bürger- und Polizeibeauftragte haben hier einen wichtigen Beitrag geleistet. Außerdem braucht es ein Verbot des sogenannten »racial profiling« im Berliner Polizeigesetz.

Ich fordere eine neue Erinnerungskultur und Perspektivwechsel auf die deutsche Geschichte. Dazu gehört neben der Umbenennung von Straßennamen, die koloniale Verbrecher ehren, auch die entsprechende Aufnahme in die Schullehrpläne und die Errichtung eines neuen Studiengang »Black Studies«.